Das erste Mal fand das Pell-Mell Festival – zunächst eintägig – am 12.08.2006 statt.
Nach zwei äußerst erfolgreichen „Rocknächten“ in der Erbachhalle 2004 und 2005 mit
zuletzt über 500 Besuchern konnten wir als Veranstalter auf eine Fortsetzung der
Erfolgsserie hoffen, jedoch machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung:
5°C und Regen – hier wäre eine weitere Veranstaltung in der Halle eher geeignet
gewesen. Nun ja, immerhin kamen trotz der widrigen Umstände an die 300 Besucher
auf die erste Auflage des jungen Pell-Mell!
Mit anfänglich sieben Vereinsmitgliedern des extra für das Festival 2005 gegründeten
Vereins zur Jugendkulturförderung Obererbach e.V. war die Umsetzung, wie eh und
je, ohne die Hilfe Vieler aus Obererbach und Umgebung undenkbar.
Trotz der Enttäuschung beim ersten Pell-Mell haben wir beharrlich unser Ziel weiter
verfolgt und durch Veranstaltungen wie unserem Cocktailabend, der 90-Cent Party
oder den berühmten Pell-Mell Warm-Up Partys im Irish Pub auch die Finanzierung des
Pell-Mell einigermaßen gesichert.
Wir konnten so ständig steigende Besucher- und Mitgliederzahlen verzeichnen, sodass
zur sechsten Auflage – nunmehr seit 2010 an zwei Tagen – im vergangenen Jahr
2300 Gäste am 02./03. September von fast 40 Mitgliedern und über 120 Helfern in
Obererbach bewirtet werden konnten – für einen kleinen Ort mit rund 500
Einwohnern wohl beachtlich!
Wir verfolgen mit dem Festival keine wirtschaftlichen Interessen, sondern wollen
unserer Heimat eine Plattform bereiten, auf der Musikkultur – gerade im Bereich
Punk, Punkrock, Ska, Hardcore und Metal – wachsen und gelebt werden kann. Auch
ist das Festival eine der wenigen Möglichkeiten für heimische Bands, sich vor einem
etwas größeren Publikum präsentieren zu können, auch dies zu fördern, liegt uns
sehr am Herzen.
Bereits beim ersten Pell-Mell hatten wir Bands aus ganz Deutschland gebucht, wie
bspw. Coppelius aus Berlin, aber selbstverständlich auch heimische Größen wie VMZT.
Diesem Konzept, mittlerweile erweitert durch Auftritte auch internationaler Größen,
sind wir großenteils treu geblieben: Bunt gemischt durch die Genres versuchen wir
das Programm in jedem Jahr aufs Neue vielseitig zu gestalten.
Der Name „Pell-Mell“ ist übrigens aus einer Bierlaune heraus entstanden: Nach der
Vereinsgründung saßen die sieben Gründungsmitglieder zur Namensfindung noch
gemütlich bei 1-12 Bier beisammen. Uns wollte jedoch kein adäquater Name
einfallen, als durch ein Versehen fast alle Bierflaschen -holterdiepolter- umkippten
und teilweise vom Tisch fielen. Das Wort „holterdiepolter“ wurde umgehend in ein
Online-Wörterbuch eingegeben und heraus kam als Übersetzung: PELL-MELL!
Das Festival findet seit 2010 jedes Jahr am ersten Septemberwochenende statt und
bildet somit den Abschluss der hiesigen Festivalsaison – für jedermann vor der langen
Winterpause also ein absolutes Muss!